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Der KOCO® bietet der Pharmaindustrie neue Möglichkeiten
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- Montag, 02. November 2009 16:02
Ennigerloh, November 2009 – Der Maschinen- und Anlagenbauer L.B. Bohle Maschinen + Verfahren GmbH aus Ennigerloh präsentiert den KOCO®, einen neuen Coater, der die Produktionsweise der Pharmaunternehmen grundlegend verändern soll
Bisher produzieren die Arzneimittelhersteller ihre Feststoffe in aller Regel mit der Batch- Verfahrensweise. Hierbei werden immer einzelne Chargen (Batches) abgearbeitet, bevor die nächste Einheit produziert werden kann. Diese Produktionsweise stellt sich jedoch als sehr zeit- und kostenintensiv dar. Aus diesem Umstand resultiert ein zunehmendes Interesse der pharmazeutischen Industrie an kontinuierlichen Herstellungsverfahren und Anlagen, die diese Art der Produktion möglich machen. Die L.B. Bohle Maschinen + Verfahren GmbH hat diesen Trend erkannt und einen Film- Coater entwickelt, der auf eine kontinuierliche Produktionsweise ohne Unterbrechungen ausgelegt ist. Zu den Vorteilen, die den KOCO® von Bohle auszeichnen gehört, dass durch seine Arbeitsweise Zwischenlager entfallen können und Rüst- sowie Überwachungskosten minimiert werden, da zeit- und kostenintensive Kontrollen nicht notwendig sind. Darüber hinaus wird durch den Coater sehr viel Zeit eingespart, da die sonst üblichen häufigen und zeitraubenden Reinigungen seltener notwendig sind und sehr viel schneller erledigt werden können. Diese und weitere Vorteile des neuen Bohle-Coaters führen dazu, dass der Einsatz des KOCO® zu einem erheblichen Anstieg der Produktivität führt. Der Coater schließt die Lücke zwischen Tablettierung und Verpackung und sorgt dafür, dass diese Produktionsschritte harmonisch ineinandergreifen und komplett kontinuierlich ablaufen können. Der KOCO® verfügt im Gegensatz zu den herkömmlichen Bohle-Batch-Coatern über einige Besonderheiten. So wurde auf die Verwendung der bisher üblichen Mischspiralen verzichtet und Anti-Sliding-Bars in die Trommel integriert, die ebenfalls eine gute Durchmischung des Tablettenbettes gewährleisten, jedoch die Verweilzeit der Tabletten in der Trommel verlängern. Beim Coating-Prozess bewegen sich die Tabletten in horizontaler Richtung langsam durch die Coating-Trommel. Die Verweilzeit ist mit etwa einer Stunde großzügig bemessen. Der KOCO® ist mit sechs Düsen ausgestattet, die in drei Gruppen angeordnet sind. Der Coater kann geneigt werden, was beim An- und Abfahren besondere Bedeutung hat. Zum Anfahren wird zunächst die Austragseite des KOCO® maximal nach oben geneigt, um für eine gewisse Zeit Tabletten in den Coater zu füllen. Sobald sich diese unter der ersten Düsengruppe befinden, wird die Gruppe aktiviert. Nun kann die Neigung reduziert werden. Wenn sich schließlich Tabletten unterhalb der ersten beiden Düsengruppen befinden, beginnt auch die zweite zu arbeiten. Danach wird die Trommel horizontal gestellt und der Prozess kann kontinuierlich mit allen drei Düsengruppen laufen. Der Abfahrprozess verläuft entsprechend mit negativer Trommelneigung in umgekehrter Reihenfolge. „Momentan arbeiten einige Maschinenbauer an kontinuierlichen Produkten. Auch unser Unternehmen sieht in diesen Maschinen die Zukunft der Arzneimittelherstellung. Darum ist es für uns sehr wichtig, zu den ersten Anbietern auf diesem Gebiet zu gehören, um gegenüber dem Wettbewerb einen Vorsprung zu wahren und natürlich auch, um den Standort Ennigerloh weiter zu stärken“, so Thorsten Krimphove, Sprecher des Unternehmens. Bereits im letzten Jahr hat die Firma Bohle den EASY FLOW®, einen kontinuierlich arbeitenden Granulierer vorgestellt, der in der Fachwelt auf großes Interesse gestoßen ist. All dies verdeutlicht, dass selbst in Zeiten einer globalen Wirtschafts- und Finanzkrise die Forschung und Entwicklung an neuen Maschinen nicht zum Erliegen kommt und neue Ideen und Produkte aus dem Münsterland international Anerkennung finden.