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Kreis Warendorf auf der Datenautobahn – abgehängt oder auf der Überholspur?
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- Montag, 06. Dezember 2010 16:22
Ennigerloh, Dezember 2010 – Am Montag, den 6. Dezember, traf sich der IHKRegionalausschuss für den Kreis Warendorf in Ennigerloh, um über den Breitband-Masterplan des Kreises unterrichtet zu werden
Die Abschlussveranstaltung des Jahres 2010 fand in den Räumen des Maschinenbauunternehmens L.B. Bohle Maschinen + Verfahren GmbH in Ennigerloh statt. Mehr als 30 Vertreter von lokalen Unternehmen und der IHK Nord Westfalen folgten der Einladung zu der Sitzung. Ein zentraler Punkt des Treffens war die Vorstellung des „Breitband Masterplans“ für den Kreis Warendorf durch Frau Petra Michalczak-Hülsmann, Geschäftsführerin der gfw, Dr. Helmut Giger, geschäftsführender Gesellschafter Selm & Giger sowie den stellvertretenden Geschäftsführer der IHK Nord Westfalen, Dr. Christoph Asmacher. Es ging um die Frage, auf welchem Stand die Breitbandversorgung in unserem Kreis momentan ist und wie so genannte „weiße Flecken“ also Orte, die noch nicht mit einer Breitbandverbindung von mindestens einem Megabit pro Sekunde ausgestattet sind, beseitigt werden können. Es wurde aufgezeigt, dass die Versorgung im Kreis Warendorf deutlich besser ist als in vielen anderen Gebieten der Republik. Doch müssen noch in zahlreichen Gemeinden des Kreises die alten Kupferleitungen durch die deutlich leistungsfähigeren Glasfaserleitungen ersetzt werden, um wortwörtlich nicht den Anschluss zu verlieren. Ein weiterer wichtiger Punkt des Treffens der Wirtschaftsvertreter war der aktuelle Stand der Aktivitäten in der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen im Kreis Warendorf. Frau Dorothe Hünting-Boll, Regionalbeauftragte der Kreise Warendorf und Steinfurt, gab hier den Sitzungsteilnehmern einen Überblick. Momentan gilt es besonders, die zum Teil bereits sehr guten Beziehungen zwischen den lokalen Unternehmen und den ortsansässigen Schulen weiter zu intensivieren und zu fördern und neue Kontakte zu knüpfen und auszubauen“, so Hünting-Boll. Zum Abschluss der Sitzung hielt MdB Prof. Dr. Patrick Sensburg, der im Bundestag den Hochsauerlandkreis vertritt, einen Vortrag mit dem Thema „Die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung – mittelstandsfreundlich oder wirtschaftsfeindlich?“. Der Bundestagsabgeordnete betonte dabei, „dass zahlreiche Großkonzerne in vielen Punkten von der kontinuierlichen und ausgewogenen Führung der Familienunternehmen lernen könnten. Nur so sei ein dauerhaftes und zielgeführtes Wachstum der Wirtschaft zu realisieren.“ Sensburg war zum Treffen des Regionalausschusses der Einladung von Lorenz Bohle, dem Geschäftsführer des Ennigerloher Maschinenbauunternehmens, gefolgt. Der CDU-Mann hatte sich für die Realisierung der größten Photovoltaikanlage im Kreis Warendorf durch den Unternehmer eingesetzt und diese unterstützt. Die nächste Sitzung des Regionalausschusses findet im Januar des nächsten Jahres statt.